OMEGA 2017 - Müritzradio

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Interessantes rund um die Müritz

Wichtig! Vormerken! Weitersagen! - Sehen wir uns?


Die "55 JAHRE OMEGA TOUR 2017",

das Konzert auf der "HanseMesse Rostock" ist Geschichte. Aber es gibt

weitere Konzerte an folgenden Orten. Vielleicht seit Ihr an einem der

folgenden Termine dabei, zum Beispiel am 02.09. in Prag - (CZE) Lucerna-Hall,

am 27.09. in Berlin - Admiralspalast, am 29.09. in Halle/S. - Steintor- Varitee,

am 30.09. in Chemnitz - Stadthalle oder am 02.10. in Dresden - Kulturpalast.

OMEGA - zweitälteste Rockband der Welt

Nur ein paar Wochen früher waren die Rolling Stones am Start: Im Juli 1962 hatten Jagger, Richards und
Co ihr erstes Konzert in London, im September gab es den ersten Auftritt von Omega in Budapest. Wobei
ihre Vorgeschichte bis ins Jahr 1959 reichte, damit hätten die Ungarn sogar die ältere Rockband. Was
nicht weiter wichtig wäre, hätte es nicht 50 Jahre später ein Versprechen von Sänger und Bandleader
Janos Kobor gegeben: So lange die Rolling Stones spielen, machen wir auch weiter.

Sie haben weiter gemacht. Im Laufe der vergangenen gut zehn Jahre hat die Band ein Spätwerk produziert,
das die früheren Erfolge so würdig wie eindrucksvoll fortsetzt. Ihre legendären Live-Qualitäten haben sie
Ende 2016 erneut eindrucksvoll beim Festival „Rock-Giganten“ im sächsischen Riesa vor 5000
Besuchern unter Beweis gestellt an der Seite von Boomtown Rats, Nazareth und CCR.

Vor dem Fall des Eisernen Vorhangs hatte Omega als Nonplusultra im Ost-Rock gegolten. In den späten
60ern räumte die Bands reihenweise Festivalpreise mit „Gyöngyhaju lany“ ab – dieses „Mädchen mit
den Perlenhaaren“ verhalf Frank Schöbel zum Hit „Schreib es mir in den Sand“. Jahrzehnte später
profitierten die Scorpions mit „White Dove“. Komponist Gabor Presser fordert von US-Rapper
Kanye West noch Tantiemen. Der hatte 2013 Samples für „New Slaves“ verwendet, soll aber nie
korrekt dafür bezahlt haben.

Die Hard-Rock-LP „Elö Omega“ in der  berühmten Alu-Hülle setzte 1972 stilbildende Maßstäbe.
Folgende Space-Rock-Epen wie „Time Robber“ oder „Gammapolis“ verkauften sich auch im Westen
hunderttausendfach. Gut 50 Millionen Tonträger hat die Budapester Band mittlerweile unter die
Fans gebracht. Nicht zuletzt dank der Trilogie „Rhapsody“, „Symphonie“ und „Oratorium“ aus dem
letzten Jahrzehnt. Von den rund 350 Omega-Titeln aus über 50 Jahren hat Janos „Mecky“ Kobor dafür
einzelne Stücke klanglich neu gefasst und so zusammen gefügt, dass ein in sich geschlossenes
opulentes Werk entstand. Mit Hilfe von Streichern und Chören bekamen so die großen Rockballaden,
für die Omega durch die Jahrzehnte und alle stilistischen Wechsel stets bekannt war, wuchtigen
hymnischen Klang.

Den Abschluss ihrer „Oratorium“-Tournee hat die Band 2016 bei einem umjubelten Open Air in Landsberg
bei Halle/Saale gefeiert – und damit zugleich einen Anfang markiert: Im Jahr 2017 feiern Kobor und Co
den 55. Band-Geburtstag. Dafür stehen sie jetzt gemeinsam mit internationalen Gästen im Studio und
nehmen erstmals seit gut zehn Jahren wieder ein Album mit neuen Songs auf. „Testamentum“ soll im
Frühjahr erscheinen, stark auf Keyboards basieren und an die kommerziell erfolgreichste Omega-Zeit
mit „Time Robber“ anknüpfen, so wird versprochen. Die Jubiläums-Tour wird ganz im Zeichen dieser
neuen Produktion stehen – ohne dass “Gyöngyhaju lany“ oder „Petroleumlampa“ darüber in
Vergessenheit geraten.

Namhafte Gäste haben sich bereits angesagt für die zahlreichen Tourstationen in Deutschland, der
Schweiz, Tschechien und zu Hause in Ungarn. Und auch wenn „Testamentum“ vielleicht danach klingt
als Schlusspunkt ist dieses Album nicht gedacht. Schließlich steht ja noch immer das Versprechen
von Janos Kobor: So lange die Rolling Stones…

 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü